Einsätze

Aufräumarbeiten nach den Sturmschäden

In der Nacht auf Dienstag erreichte die Drau bei uns in Dellach einen Abfluss von knapp über 800.000 Litern pro Sekunde und somit ein 30-jährliches Hochwasserereignis.

Was dazu führte, dass diese an einigen Stellen über das Ufer trat und die B100 überflutete, sowie die Drau Brücke und somit die Landesstraße nach Stein unpassierbar machte. Wir waren bis ca. Mitternacht mit mehreren Trupps im Einsatz um die verschiedenen Gefahrenstellen abzuarbeiten.

Trotzdem kamen wir ob der befürchteten Hochwasserprognosen mit einem blauen Auge davon.

 

Dafür waren die vom Föhnsturm mit vereinzelten Windspitzengeschwindigkeiten von über 150 km/h angerichteten Schäden an Gebäuden und vor allem am Waldbestand in der Nacht von Montag auf Dienstag weit größer als erwartet.

So wurden allein bei uns im Ortsgebiet 3 Dächer stark beschädigt und teilweise abgedeckt. Also starteten wir am Dienstag um 7.30 bei Tageslicht wieder mit 3 Gruppen um die weiteren Aufräumarbeiten in Angriff zu nehmen, dort wurde dann auch das wahre Ausmaß der Sturmschäden sichtbar.

Es gab hunderte umgeknickte Bäume, vom Suppersberg bis in die untere Draßnitz, die viele Straßen vorerst unpassierbar machten, dazu umgeknickte Strommasten und kaputte Stromleitungen, sowie einige Schäden an Häusern durch umgefallene Bäume.

Besonders viele Windwürfe mussten auch auf der Straße von Glatschach nach Suppersberg im Bereich Mostritz beseitigt werden.

Die kaputten Dächer wurden wie etwa beim Orter Hof behelfsmäßig repariert und mit Planen abgedeckt.

 

 

In weiterer Folge halfen wir dem Montagetrupp der Kelag beim Freimachen der Stromleitung von Rietschach nach Glatschach, damit diese repariert werden konnte und wieder alle Haushalte im Ortsgebiet mit Strom versorgt werden konnten.

Ebenfalls schlimm erwischt hat es den Oasl Hof in Glatschach, wo der Sturm einige Bäume auf das Dach des Hauses geworfen hatte und zudem die Stromleitung zerrissen hatte. Dadurch bestand die Gefahr eines Stromschlags, welche erst von der Kelag behoben werden musste, bevor wir schließlich die Bäume entfernen und das Dach flicken konnten.  

 

Auch im Bereich Holztratten, wo wir einige durch die Drau überflutete Keller und Gebäude auszupumpen hatten, musste erst die Kelag die kaputten Stromleitungen wieder in Ordnung bringen, bevor wir mit unseren Hilfsmaßnahmen beginnen konnten.

Gemeinsam mit der FF Draßnitzdorf arbeiteten wir uns so im Laufe des Dienstags bis in die späten Abendstunden Straße für Straße vor und befreiten diese von den umgestürzten Bäumen, damit ein sicheres Passieren wieder möglich war.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Kameraden und sonstigen Einsatzkräften sowie Helfern, für ihre große Ausdauer und die sehr umsichtige und besonnene Arbeit bei den vielen schwierigen und kräftezehrenden Einsätzen, bedanken.

technische Einsätze aufgrund der starken Regenfälle

Die Regenprognosen haben sich bis jetzt leider bewahrheitet, weshalb wir heute schon zu einigen Einsätzen aufgrund des Starkregens und der Hochwassergefahr ausrücken mussten.

Besonders gefährdet sind momentan der Kirchbach und hier vor allem der Bereich der Brücke bei der B100, sowie direkt anschließend der Bereich der Stocksporthalle.

Zudem gab es bereits einige kleinräumige Überschwemmungen, wie südwestlich unserer Pfarrkirche (hinter dem Schneider Hof), wo wir auch schon eine Mure beseitigen mussten.

Da sich die Lage momentan noch weiter zuspitzt – muss mit weiteren Überflutungen und eventuell auch Murenabgängen im gesamten Gemeindegebiet gerechnet werden.

Wir hoffen aber weiterhin, dass die schlimmsten Prognosen doch nicht eintreffen und wir von einem Jahrhunderthochwasser verschont bleiben.

Trotzdem befinden wir uns, gemeinsam mit der Gemeinde, natürlich weiter in höchster Alarmbereitschaft. Wir möchten aber zusätzlich nochmals an die gesamte Bevölkerung appellieren, bekannte Hochwassergefahrenstellen auf eigenem Grund und Boden, so gut wie möglich auch selbst noch abzusichern.

 

Technischer Einsatz am 25.10

In den Nachmittagsstunden wurden wir gestern zu einer Fahrzeugbergung nach Glatschach im Gemeindegebiet von Dellach/Drau gerufen.

Ein Landwirt war bei Holzarbeiten mit seinem Traktor von einem Waldweg abgekommen und ist, sich mehrmals überschlagend, in die Tiefe gestürzt.

Dabei wurde der Lenker unter dem Traktor begraben und trotz dem raschen Eintreffen aller Einsatzkräfte gab es für den Verunfallten leider keine Rettung mehr.

So war es unsere traurige Aufgabe den Toten zu bergen, den Traktor mit Hilfe der Seilwinde der FF Draßnitzdorf aufzurichten und für die weitere Bergung zu sichern.

Technischer Einsatz - Unfall beim Schwimmbad in Dellach

Freitagabend stürzte ein Traktor in der Nähe des Campingplatzes im Ortsteil Rassnig, Gemeinde Dellach in den dortigen Lauenbach.

Glücklicherweise kamen keine Personen beim Unfall zu Schaden. Allerdings gab es beim verunfallten Traktor ein Öl Leck, wodurch knapp 5l Motoröl in den Lauenbach gelangten.

Als wir am Einsatzort eintrafen, hatten bereits 4 Berufsfeuerwehrkameraden aus Belgien wertvolle Vorarbeit geleistet.

Diese Kollegen, die zufällig gerade auf unserem Campingplatz Urlaub machen, errichteten im Lauenbach eine provisorische Ölsperre und versuchten die Verbreitung des ausgelaufenen Öls, mit einfachen Handtüchern so gut wie möglich zu verhindern.

Auch aufgrund dieses schnellen Handelns konnten wir dann das gesamte Öl mit richtigen Ölsperren an der Weiterverbreitung hindern und es schließlich mit Ölvliesen aufsaugen und komplett aus dem Gerinne entfernen, sowie in weiterer Folge den abgestürzten Traktor bergen.

Im Einsatz waren alle 3 Löschfahrzeuge der FF Dellach/Drau mit insgesamt 26 Mann und die Kameraden der FF Stein.   

Schwerer Verkehrsunfall B100 bei Oberdrauburg

Am 28.06, um 12:15 Uhr, wurden wir zu einem Technischen Einsatz in Oberdrauburg alarmiert. Der Grund dafür war ein Frontalzusammenstoß eines Pkws und eines Lkws auf der B100 im Gemeindegebiet von Oberdrauburg.

Die Lenkerin eines der Unfallfahrzuge wurde dabei eingeklemmt und erheblich verletzt. Sie mußte mit schwerem Bergegerät aus dem Wrack befreit und in weiterer Folge mit dem Rettungshubschrauber C7 in das LKH Klagenfurt gebracht werden.

Die umfangreichen Aufräumarbeiten, sowie der Abtransport des nicht mehr fahrtauglichen Lkws dauerten noch bis 15:30 Uhr, erst dann konnte auch die B100 wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Oberdrauburg, Ötting-Pirkach, Simmerlach und Dellach/Drau, sowie das Rote Kreuz und die Polizei.